Willkommen bei Gewerbe Olten

Infos und lockerer Austausch am 2. Gewerbeapéro

Mi 31.10.2018 08:19
Autor: Wolfgang Niklaus
Auch das 2. Gewerbeapéro von Gewerbe Olten fand regen Anklang: Mehr als vierzig Interessierte trafen sich am Montagabend in der «Riva Café und Weinbar» zum Austausch in lockerer Runde. Von Seiten des Co-Präsidiums gabs ein paar aktuelle Informationen: Nach der Premiere an der vergangenen MIO bewarb Andreas Jäggi bereits den nächstjährigen Auftritt des Verbandes mit einem Gewerbezelt, in welchem interessierte Gewerbetreibende sich präsentieren und auch Kunden einladen können. Die nächste MIO wird vom 20. bis 23. September 2019 stattfinden. Laut Daniela Gaiotto ist die Unterschriftensammlung für das Referendum gegen das Parkierungsreglement in vollem Gange. Die Initianten seien guter Dinge, die geforderten 400 Unterschriften bis zum 3. November beisammenzuhaben. Vor Ort, im «Riva», machte Deny Sonderegger als Ressortverantwortlicher im GO-Vorstand mit dem Unterschriftsbogen die Runde.

 

Beworben wurden auch die nächsten beiden GO-Events: Das Gewerbezmorge am 14. November an der Fachhochschule Nordwestschweiz (um 7 Uhr) und am 16. November der Besuch am Buchfestival mit Apéro (ab 17 Uhr). Für beide Veranstaltungen kann man sich auf der Website anmelden: www.gewerbeolten.ch.

Noch eine ganze Weile lang nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, im schönen Ambiente des erst vor drei Monaten eröffneten «Riva» ihre Gespräche zu vertiefen – natürlich bei einem edlen Tropfen und einem leckeren Apéro.

Standpunkt zum Parkierungsreglement

Mi 17.10.2018 13:20
Autor: Olten, 10.10.18/go

Der Gewerbeverband geht bei einem Referendum nicht voran

Der Vorstand von Gewerbe Olten hat nach der Zustimmung einer Mehrheit des Oltner Gemeindeparlamentes zum Parkierungsreglement im Rahmen des Mobilitätsplans das weitere Vorgehen diskutiert.

Er kam zum Schluss, dass Gewerbe Olten ein allfälliges Referendum gegen das Parkierungsreglement mittragen, der Verband aber nicht den führenden Part übernehmen würde. Dies aus folgenden Gründen:

  • Im Rahmen der durchgeführten Vernehmlassung ist ein erheblicher Teil des Forderungskataloges von Gewerbe Olten in das überarbeitete Parkierungsreglement eingeflossen. Ein Katalog, welcher grösstenteils auf einem eigens in Auftrag gegebenen externen Gutachten basiert hatte. Wir akzeptieren deshalb das Reglement in der vorliegenden Version grundsätzlich, wenn auch ohne Begeisterung. Genau dies haben wir im Vorfeld der parlamentarischen Behandlung vom 27. September auch kommuniziert. Es wäre nicht glaubwürdig, wenn der Gewerbeverband an vorderster Front das Referendum gegen das Parkierungsreglement ergreifen würde.
  • Durchaus nicht alle Mitglieder von Gewerbe Olten sind bürgerlich eingestellt. Dieser Teil unserer Mitglieder steht den neuralgischen Punkten im Parkierungsreglement nicht skeptisch oder ablehnend gegenüber, hätte aber umso mehr Mühe damit, wenn der Gewerbeverband ein Referendum lanciert und an vorderster Front agiert. Gewerbe Olten würde damit riskieren, einen beachtlichen Teil seiner Mitglieder zu verlieren – oder doch zumindest nachhaltig zu verärgern.
  • An dieser Stelle möchten wir einmal mehr in Erinnerung rufen, dass das Gewerbe Olten nicht nur aus Detailhandel sondern auch aus Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben besteht. Somit ist klar, dass Gewerbe Olten nicht nur eine Sicht einnehmen kann und darf.
  • Gewerbe Olten steht grundsätzlich für eine bürgerliche, in erster Linie aber für eine gewerbefreundliche Politik. Wir verstehen unsere Rolle aber nicht als Sprachrohr der Politik Sollte sich jedoch abzeichnen, dass ein Referendum seitens einer oder mehrer Parteien ergriffen wird, ist Gewerbe Olten gegenüber einer indirekten Unterstützung nicht abgeneigt.

Mystery Shopper geben Oltner Gewerbe ein «Gut, aber ...»

Do 20.09.2018 10:03
Autor: Wolfgang Niklaus

Der 7. Detaillisten- und Gastrozirkel von Gewerbe Olten zeigte Chancen und Möglichkeiten des Einkaufs vor Ort auf. Die Mystery Shopper erteilten den getesteten Läden und Gastrobetrieben unter dem Strich gute Noten. Aber Luft nach oben, dies wurde vor knapp 40 Interessierten klar, gibts immer. Ganz konkret gefragt sind aktuell innovative Ideen für die Adventszeit. Olten soll dann als veritable Weihnachtsstadt wahrgenommen werden.

Ralph Hubacher, der den Detaillisten- und Gastrozirkel am 12. September im EventCenter des «Astoria» moderierte, hatte im Sommer drei Testpersonen ausgesandt, um Läden und neu auch die Gastroszene in Olten als Mystery Shopper, inkognito also, einen Besuch abstatten zu lassen. Mit Einkaufsgutschein und Fragebogen unterwegs waren eine 30-jährige Oltnerin, ein Pensionär sowie eine Familie aus dem Aargau.

 

Getestet wurde beispielsweise die Präsentation der Schaufenster. Fazit der Testkäufer: durchschnittlich. «Das ist nicht gut genug», sagte dazu Hubacher. Im Fokus waren aber auch die Begrüssung der Kundschaft, deren Verabschiedung oder ganz generell die Qualität der Beratung. Erfreulich, dass die Atmosphäre sämtlicher Shops als «freundlich und einladend» wahrgenommen wurde. Während die Begrüssung entweder als gut oder schlecht taxiert wurde, Grautöne gabs hier also keine, erhielten die Getesteten für die Beratung die Note «gut» – und von Ralph Hubacher im Rahmen des Zirkels ein Kompliment. Im Gastrobereich gabs, wenig überraschend, ebenfalls unterschiedliche Rückmeldungen, sowohl punkto Geschmack der Gerichte als auch bezüglich deren Präsentation. Erstaunlich aber schon, dass beim Geschmack nicht ein einziges «sehr gut» vorzuweisen ist.

 

Hubachers Fazit der Aktion? «Ein bisschen mehr Mut ist möglich!» Die Schaufenster, so der Tipp des Marketingfachmanns, sollten stets so attraktiv sein, dass Betrachter und potenzielle Gäste zumindest stehen blieben. Oder besser noch: Versucht seien, das Geschäft zu betreten. Generell sei in Olten alles ein wenig auf Vier-Sterne-Niveau. Das sei keineswegs schlecht, im Gegenteil. Und doch stelle sich die Frage: Reicht das? Hubachers Antwort überraschte nicht: «Eher nicht! Es müssten alle bestrebt sein, in ihrem Bereich einen Fünf-Sterne-Service anzubieten.» Jeder Einzelne solle sich fragen, in welchen Bereichen er und sein Team einen Fünf-Sterne-Service effektiv leben könnte. Wenn dies gelinge, seien die Kundinnen und Kunden nicht nur zufrieden – «sondern wirklich begeistert».

Viele und vielfältige Aktivitäten geplant

Hans Ruedi Kern, Vorstandsmitglied von Gewerbe Olten, hatte schon zuvor die knapp 40 Interessierten mit engagierten Worten zum Detaillisten- und Gastrozirkel begrüsst. Er sprach davon, dass er als Geschäftsführer von Coop City Olten seine Kundinnen und Kunden konsequent als Gäste betrachte und sie auch so behandle. Schliesslich seien sie seine wichtigsten Partner. Die Chance des Detailhandels, so Kern, sei die Beziehung, sei das Einkaufserlebnis vor Ort. «Es ist ein Unterschied, ob ich als Gast den Kaschmirpulli fühle und anprobiere oder bloss im Netz sein Bild. Vor Ort ist es uns möglich, die fünf Sinne anzusprechen.» Diesen Vorteil gelte es, mittels Beratungskompetenz zu nutzen.

 

Dominik Maegli und Reto Spiegel, auch sie Vorstandsmitglieder von Gewerbe Olten, gingen konkret auf die geplanten Aktivitäten des Gewerbes in der Adventszeit ein. Ihr Credo: «Wir wollen als Weihnachtsstadt wahrgenommen werden, als Stadt also, in welcher im Dezember die Post abgeht.» Umgesetzt werden soll dies mittels Adventskalender, der mit jedem Türchen zu einem oder mehreren Aktivitäten eines Verkaufs- oder Gastrobetriebes lade.

 

Vonnöten, so Maegli, sei der Einmannbetrieb ebenso wie das Coop City. «Die Gesamtheit unserer Angebote macht es aus.» Reto Spiegel präsentierte das noch provisorische Bespielungskonzept der Innenstadt während der Adventszeit. Der Verband könne hier «nur» Plattform sein für das Gewerbe, welches schon selber aktiv werden müsse. Er kündigte an, dass Gewerbe Olten noch diesen Monat eine Onlineumfrage lancieren werde mit der Bitte, dass alle ihre Events mitsamt Wunschdatum eingeben.

Der Wirtschaftsförderer ist sensibilisiert

Der ebenfalls anwesende regionale Wirtschaftsförderer Rolf Schmid gratulierte dem Verband zum Mut, sich den Spiegel vorzuhalten und das eigene Schaffen zu hinterfragen. Der Detailhandel, so Schmid, sei wichtig für Olten. Angesprochen auf die aktuell leider mit schöner Regelmässigkeit publizierten Meldungen über die Schliessung von Läden in der Innenstadt, versprach Schmid, dass er sich dieser Problematik bewusst sei und sich gemeinsam mit Gewerbe Olten darum kümmern werde. Wunder vollbringen könne auch er nicht, aber es gelte, die Leute mit ins Boot zu nehmen, die sich in der Stadt engagierten, um mit aller Kraft eine Negativspirale zu verhindern. Die Stadt werde sicherlich helfen, wenn man mit Lösungsvorschlägen auf sie zugehe, aber sie werde die Probleme nicht alleine lösen können. Rolf Schmid pathetisch: «Wenn jemand die Kraft hat, in Olten etwas zu bewegen, dann sind Sie es, die Unternehmer!»

Nach dem offiziellen Teil des Detaillisten- und Gastrozirkels blieb Zeit, das Gesehene und Besprochene bei einem leckeren Apéro im «Astoria» zu vertiefen.

 

SRF Regionaljournal mit einem sehr ausführlichen und kompetenten Bericht über unseren Gewerbe Olten Detaillistenzirkel und die Situation in Olten. Ein grosses Dankeschön!

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