Willkommen bei Gewerbe Olten

Theater 1918.CH in Olten: Aufruf zur Platzierung von Hörstationen

Fr 23.03.2018 15:35
Autor: Reto Spiegel

«Verschiebungen 18/18. Eine szenografische Annäherung an den Landesstreik» ist ein Partnerprojekt der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, im Rahmen der Initiative «Kulturelle Vielfalt in den Regionen» und mit Unterstützung von SoKultur realisiert.

Im Zusammenhang und als Vorankündigung des Theaters 1918.CH, welches vom 16.08. bis 23.09. in Olten aufgeführt wird, kommen rund 30 Hörstationen mit Hörstücken rund um den Landesstreik ca. Mitte April nach Olten und suchen geeignete Platzierungen für ein interessiertes Publikum. Olten Tourismus unterstützt das Projekt mit seinen Werbekanälen als Partner.

Die Hörstationen benötigen wenig Platz und sind für Empfangshallen, Foyers von Restaurants und Hotellobbys geeignet. Ein entsprechender Prospekt wird die Standorte der Hörstationen in der Stadt publizieren.

Reservieren Sie sich hier einen Hörstuhl!  

PDF Factsheet technische Informationen

Website Projekt «Verschiebungen 18/18»

Website Theater 1918.CH 

Konstruktive Vorschläge für ein besseres Reglement

Do 15.03.2018 08:52
Autor: Gewerbe Olten

Mit konstruktiven und konkreten Verbesserungsvorschlägen wollen IHVO, HEV und Gewerbe Olten ein gewerbefreundlicheres städtisches Parkierungsreglement initiieren. Falls am 22. März eine Mehrheit des Parlamentes die vom Stadtrat unterbreitete Version des Reglementes gutheisst, wird Gewerbe Olten das Referendum ergreifen. Dies hat der Vorstand am 14. März einstimmig beschlossen.

Industrie, Hauseigentümer und Gewerbe anerkennen die Anstrengungen der Stadt, den Verkehr in Stadt und Region Olten flüssig halten zu wollen. Sie würdigen auch die überarbeitung des umstrittenen Parkierungsreglementes durch die Stadt im Vorfeld der Sitzung des Gemeindeparlamentes am 22. März. Die Sorge, dass mit dem Mobilitätsplan und dem Parkierungsreglement in der vorliegenden Form die Attraktivität Oltens als Wirtschaftsstandort und Einkaufsmetropole stark geschmälert würde, kann allerdings auch die nachträgliche überarbeitung nicht wegwischen. Fakt ist: Auch der nachgebesserte Entwurf stösst bei Industrie- und Handelsverein Region Olten (IHVO), dem Hauseigentümerverband Olten (HEV) und Gewerbe Olten (GO) mitnichten auf Begeisterung.

Die Verantwortlichen der drei Verbände sind es sich indes gewohnt, nicht einfach nur zu kritisieren, sondern konstruktiv nach – besseren – Lösungen zu suchen. Just dies haben sie getan und bei der Stadtregierung am 13. März, durch die beiden Parlamentarier Daniel Probst (Vorstand IHVO) und Deny Sonderegger (Vorstand GO), Änderungsanträge und konkrete Forderungen zu Mobilitätsplan und Parkierungsreglement eingereicht. Diesen Anträgen und Forderungen zu Handen der Parlamentssitzung von nächster Woche liegen unter anderem ein neutrales Gutachten, welches IHVO und GO in Auftrag gegeben hatten, sowie die Parkplatzverordnung der Stadt Winterthur zugrunde. Auch Winterthur baut nämlich auf einen Mobilitätsplan und führt ein neues Parkierungsreglement ein, versucht aber gleichzeitig auch, den Anliegen von Industrie und Gewerbe gerecht zu werden.

Ein Anspruch, welcher nach Ansicht der drei Verbände auch für Olten als Zentrumsstadt selbstverständlich sein sollte.

So fordern sie unter anderem konkret, dass die Realisierung eines neuen innerstädtischen Parkhauses auch nach Kenntnisnahme des Mobilitätsplans und Annahme des Parkierungsreglementes möglich sein müsse. Gefordert wird ebenso die Einführung einer Gebietskategorie IV für Entwicklungsgebiete Arbeiten (z.B. Rötzmatt, Nussbaum Areal, Usego/Stirnimann, Industrie Kleinholz) mit geringerer Reduktion bei Arbeiten. Auch dürfe die bestehende Verkehrsinfrastruktur für den motorisierten Individualverkehr im kurzfristigen Zeithorizont nicht weiter eingeschränkt respektive müsse fallweise wieder besser nutzbar gemacht werden. Mittel- und langfristig darf laut den Forderungen der drei Verbände zudem auch ein Ausbau der Verkehrskapazitäten für den motorisierten Individualverkehr nicht ausgeschlossen werden.

Zu den konkreten Änderungsanträgen zum Parkierungsreglement: In Art. 8 sollen neu besondere Verhältnisse geltend gemacht werden für Betriebe, die aufgrund ihrer Tätigkeit auf Dienstfahrzeuge angewiesen sind. Ihre Anzahl Parkplätze soll um die Anzahl der auf den Betrieb eingelösten Dienstfahrzeuge erhöht werden. Gelten sollen diese Ausnahmeregelungen nach dem Willen der drei Verbände unter anderem auch bei der Neuansiedlung grösserer Firmen, bei Nachweis einer wesentlich höheren Arbeitsplatzdichte als mit dem Normbedarf gerechnet und für Betriebserweiterungen und -verlagerungen, die zum Verlust bestehender Parkplätze führten, wenn die zulässige Parkplatzzahl zu einem für den Betrieb unzweckmässigen Ergebnis führen würde. Was die Bewirtschaftung betrifft, soll der Stadtrat gemäss Art. 12 künftig für besondere Anlässe und auf Anfrage Ausnahmebewilligungen zur Aufhebung von Parkgebühren für öffentlich zugängliche Parkierungsanlagen erteilen können.

Mit diesem Katalog an Forderungen und Änderungen zu Mobilitätsplan und Parkierungsreglement wollen IHVO, HEV und GO ihre Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit für eine prosperierende Stadt Olten dokumentieren. Für ein Olten, welches sowohl bezüglich Mobilität für die Zukunft gewappnet ist, aber auch seine Attraktivität als Wirtschafts- und Einkaufsstandort beibehält.

Der Vorstand von Gewerbe Olten hat diese Stossrichtung im Hinblick auf die Parlamentssitzung vom 22. März an seiner morgendlichen Sitzung vom 14. März vollumfänglich gutgeheissen. Er hat einstimmig beschlossen, das Referendum zu ergreifen, falls das Oltner Gemeindeparlament die aktuelle stadträtliche Version des Parkierungsreglementes gutheisst.

 

 


Sitzung Gemeindeparlament Olten vom 22. März 2018

Mobilitätsplan und Parkierungsreglement

Forderungen von Industrie, Gewerbe und Hauseigentümern

1. Die Realisierung eines neuen innerstädtischen Parkhauses muss auch nach Kenntnisnahme des Mobilitätsplans und Annahme des Parkierungsreglements möglich bleiben (Bsp. Innenstadt, Olten Hammer, Rötzmatt o.ä.).
2.
Einführung einer Gebietskategorie IV für Entwicklungsgebiete Arbeiten (z.B. Rötzmatt, Nussbaum Areal, Usego/Stirnimann, Industrie Kleinholz, etc.) mit geringerer Reduktion bei Arbeiten (Personal/ Kunden).
3.
Die bestehende Verkehrsinfrastruktur darf für den MIV im kurzfristigen Zeithorizont nicht weiter eingeschränkt bzw. muss fallweise wieder besser nutzbar gemacht werden (z.B. Tannwaldstrasse). Insbesondere dürfen Ausbaumassnahmen bei Fuss-/Velo-/ÖV-Verkehr die MIV-Kapazität nicht weiter negativ beeinträchtigen.
4.
Steigerung der MIV-Verkehrskapazitäten durch weitere Optimierungen bei Lichtsignalsteuerungen, Erleichtertes Rechtsabbiegen etc.
5.
Mittel-/langfristig darf ein Ausbau der MIV-Verkehrskapazitäten nicht ausgeschlossen werden bzw. ist eine Behebung der Engpässe zu planen. (s. Ziele im Richtplan des Kantons Solothurn)

 


Sitzung Gemeindeparlament vom 22. März 2018

Parkierungsreglement

Änderungsanträge von Industrie, Gewerbe und Hauseigentümer

Art. 8 (neu) Besondere Verhältnisse
1 Für Betriebe, die aufgrund ihrer Tätigkeit auf Dienstfahrzeuge (Service- oder Betriebsfahrzeuge) angewiesen sind, erhöht sich die Anzahl Parkplätze um die Anzahl der auf den Betrieb eingelösten Dienstfahrzeuge.
2 Eine angemessene Erhöhung der maximal zulässigen Parkplatzzahl ist zulässig,
a. für Betriebe mit Schichtwechsel ausserhalb der Hauptverkehrszeiten und Betriebe mit Arbeitsbeginn oder -ende ausserhalb der Betriebszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel,
b. für Betriebserweiterungen und -verlagerungen, die zum Verlust von bestehenden Parkplätzen führen, wenn die zulässige Parkplatzzahl zu einem für den Betrieb unzweckmässigen Ergebnis führt,
c. bei Nachweis einer wesentlich höheren Arbeitsplatzdichte, als mit dem Normbedarf berechnet.
d. bei Neuansiedlung von grösseren Firmen.

Art. 8 (alt) Anzahl Parkfelder
3 Bei Nutzungsänderungen und -erweiterungen gilt für die Festlegung der zu erstellenden Parkfelder die Differenz von bestehender zur neuen Nutzung.
4 Bei Nutzungsänderungen und -erweiterungen wird nur der Bereich neu bemessen, der von der Nutzungsänderung und -erweiterungen betroffen ist.

Art. 12 (alt) Bewirtschaftung
3 (neu) Für besondere Anlässe kann der Stadtrat auf Anfrage Ausnahmebewilligungen zur Aufhebung von Parkgebühren für öffentlich zugängliche Parkierungsanlagen erteilen.

Art. 14 (alt) Übergangsregelungen
1 Beim Inkrafttreten dieses Reglements bestehende Auto-Parkfelder müssen nicht aufgehoben werden.

 

Diskussion um Parkierungsreglement am Gewerbezmorge

Fr 09.03.2018 09:48

Die vielen offenen Fragestellungen rund um das städtische Mobilitätskonzept vermochten eine Rekordzahl an Interessierten ans Gewerbezmorge anzulocken: Knapp 70 Gewerbetreibende waren am 28. Februar im Hotel Olten zu Gast. Fazit: Das Parkierungsreglement gibt auch in abgeschwächter Form Anlass zu Diskussionen.

Am 22. März befindet das Oltner Gemeindeparlament über das städtische Mobilitätskonzept und im Besonderen über das Parkierungsreglement. Deshalb lud Gewerbe Olten Befürworter und Kritiker des Konzeptes am vergangenen Mittwoch zum Gewerbezmorge ins Hotel Olten ein. Stadtschreiber Markus Dietler erläuterte die Entstehungsgeschichte des Papiers, das auf der Erkenntnis basiert, dass die Hauptachsen zu den Spitzenzeiten schon heute aus- oder überlastet seien und mit dem Ausbau von Entwicklungsgebieten wie Olten SüdWest und der allgemeinen Verkehrszunahme der Kollaps auf den Oltner Hauptstrassen drohe.


Aufgrund diverser negativer Rückmeldungen, unter anderem auch von Gewerbe Olten, hat der Stadtrat das Parkierungsreglement in der Zwischenzeit abgeschwächt. Es sieht nun eine Besitzstandwahrung vor, ebenso stehen auch bei reduziertem Bedarf mehr Parkplätze zur Verfügung. Dietler betonte, man wolle mit dem Reglement diejenigen Fahrten verhindern, die nicht unbedingt notwendig seien, um Freiraum zu schaffen für wirtschaftlich notwendige Fahrten.

 

«Ich finde nicht, dass wir im Verkehr ertrinken», sagte FDP-Parlamentarier Daniel Probst auf eine Frage von Moderator Deny Sonderegger, Vorstandsmitglied von Gewerbe Olten. Staus in der Rushhour seien normal, das legitimiere doch noch kein derartiges Parkierungsreglement. Mit entsprechenden Vorschriften für die engere Innenstadt hätte er ja noch leben können, sagte Probst, aber gleich die ganze Stadt damit zu belegen, das gehe ihm und allen wirtschafts- und gewerbenahen Kreisen Oltens zu weit. Sein konkreter Vorschlag: Die Stadt solle erst die Ortsplanungsrevision mitsamt räumlichem Leitbild überarbeiten – und erst in einem späteren Schritt und basierend auf den entsprechenden Ergebnissen Dinge wie ein Parkierungsreglement anpacken. Probst: «Dann können wir diskutieren, wie Olten wachsen soll und ob es wirklich ein Reglement von dieser Schärfe braucht.»

Es stellte sich in der Folge nebst anderen die Frage aus dem Publikum, inwieweit mit der Annahme des Konzepts der Bau eines Parkhauses verunmöglicht wird. Auf diese Frage gab es keine definitive Antwort.

Stadtpräsident Martin Wey machte klar, dass der Kanton Vorgaben mache und Gestaltungspläne ablehnen könne, wenn er der Meinung sei, der aus Bauprojekten resultierende Verkehr sei für das Strassennetz nicht erträglich. Die Stadt wolle parat sein für die Herausforderungen der Zukunft, weshalb man das «zukunftsweisende» Konzept sicherlich nicht zurückziehen werde.

Fortsetzung folgt.

Seite 1  2  3  4  5  6  7  8
Facebook

Design © mosaiq.ch - Realisation apload.ch