Willkommen bei Gewerbe Olten

«Aber abgesehen davon geht es uns gut …!»

Mi 27.03.2019 09:46
Autor: Wolfgang Niklaus

Im Restaurant Bodega EL PATO fanden sich am Montagabend rund vierzig Interessierte zum 3. Gewerbeapéro von Gewerbe Olten ein. Gleich zwei Stadträtinnen durften zur verlorenen Budget-Abstimmung am Vortag Stellung nehmen. Sie taten dies ungeschminkt und durchaus souverän.

Die Affiche war speziell und spannend: Nur einen Tag nach der verlorenen Volksabstimmung über das städtische Budget 2019 stellten sich die beiden Oltner Stadträtinnen Marion Rauber (Direktion Soziales) und Iris Schelbert-Widmer (Direktion Bildung und Sport) den Fragen der hiesigen Gewerbetreibenden. Die aktuelle Gemütslage schien klar: «Das Resultat bremst uns natürlich, wir müssen zurück auf Feld eins», sagte Marion Rauber. Im Vorfeld hatte sie vom Co-Präsidium von Gewerbe Olten einige Fragen zugestellt erhalten. Zum Beispiel, welche Bauvorhaben 2019 denn nun realisiert werden. Die Aufträge gemäss Budget könnten nicht vollständig umgesetzt werden, hiess es. Auf die lange Bank geschoben werden sämtliche Projekte, mit denen noch nicht begonnen wurde. «Hingegen wird die Sanierung der Holzbrücke, das Haus der Museen oder die Planung für das neue Schulhaus im Kleinholz realisiert», unterstrich Marion Rauber. Aber klar: Aktuelle, neue Aufträge habe das städtische Baugewerbe in nächster Zeit nicht zu erwarten, stellte Iris Schelbert dar. Die Stadt schiebe geplante Investitionen vor sich her, man müsse sich in den nächsten drei Monaten nach der Decke strecken. «Und auch die Planung für das Parkleitsystem können wir in dieser budgetlosen Zeit nicht vorantreiben», ergänzte Rauber. Zum Glück durfte Iris Schelbert bei allem Unbill denn doch noch ihre Freude über das Ja zur Sportpark-Vorlage verkünden: «Darüber bin ich extrem froh», sagte sie. Jetzt habe man Planungssicherheit.

 

Thema der beiden Stadträtinnen am Gewerbeapéro waren auch die leeren Ladenlokale insbesondere in der Innenstadt. Eine Umnutzung als Wohnung sei zwar grundsätzlich denkbar und von Gesetzes wegen auch kein Problem, aber oft seien die (ehemaligen) Geschäftsräumlichkeiten für eben diesen Zweck nicht wirklich geeignet, sagte Marion Rauber. Iris Schelbert setzte noch einen drauf: «Alle möchten eine belebte und interessante Innenstadt – aber kaum jemand geht dort auch einkaufen.» Den Wunsch der beiden, dass die leeren Ladenflächen bespielt werden, nahm GO-Co-Präsidentin Daniela Gaiotto gerne auf. Zusammen mit der Wirtschaftsförderung realisiere man zu exakt diesem Thema aktuell ein Konzept, sagte sie. Und versprach Details dazu an der Generalversammlung im Mai. Blieb das lakonische Fazit von Iris Schelbert: «Aber abgesehen davon geht es uns gut…!»

 

Dafür sorgte vor Ort nicht nur der gute Tropfen, den die beiden Politikerinnen von Co-Präsident Andreas Jäggi erhielten. Sondern auch das leckere Apéro riche, welches Max Huber und sein Team der «Bodega EL PATO» für die vierzig Gäste kreiert hatten. Gesprächsstoff, um noch länger in der Altstadt zu verweilen, gabs definitiv genug.

 

Oltner Kabarett-Tage im Schaufenster

Fr 01.03.2019 13:48
Autor: Reto Spiegel

Die Organisatoren der Oltner Kabarett-Tage sind wiederum mit dem Vorhaben auf ins zu gekommen, im Zeitraum der Oltner Kabarett-Tage vom 15. bis 25. Mai 2019 eine gemeinsame Präsenz zeigen zu können. Dies mit den 3-Eck-Klebern für die Schaufenster wie im Vorjahr. Beachten Sie das PDF mit verschiedenen Anwendungs-Möglichkeiten.

Wer sich dafür interessiert, kann sich bis am 6. April direkt an die Organisatoren der Kabarett-Tage wenden:

Oltner Kabarett-Tage
Geschäftsstelle
Frohburgstrasse 5
CH-4600 Olten
info@kabarett.ch
T +41 62 212 08 61

Vom Traumjob Stadttheater-Intendant

Mi 27.02.2019 21:43
Autor: Reto Spiegel
Darko Bosnjak begrüsste am Mittwochmorgen rund 50 Mitglieder am 30. Gewerbezmorge bei Kaisers im Café Grogg. Mit schönen, reichhaltigen Zmorge-Tellern und viel Liebe zum Detail verwöhnte das Team von Klaus Kaiser seine Gäste und liess es an nichts fehlen.

Nur die wenigen Kurz- oder Nichtabmelder verhinderten eine Vollbesetzung des Restaurants.

Der heutige Gast-«Star» Herbert Schibler, Ikone der Oltner Kulturszene betrat mit charismatischem Lächeln die Gewerbebühne; nichts anmerken lassend, obwohl sicher noch etwas schlaftrunken nach einer langen Nacht mit den Welt-«Stars» von «Canadian Brass», die am Vortag im Stadttheater im Rahmen des KGV SO / Handelskammer-Events «Kultur meets Wirtschaft» aufgetreten waren.

Wo Herbert Schibler wirkt, sind die Ränge eben ausgebucht. So auch gestern.

Das Lokalblatt titelte vor kurzem «Ein Mann auf Abschiedstour». Schibler wird im September offiziell in Pension gehen. 14 Jahre nach Antritt seines «Traumjobs», wie er selber ausführt, im altehrwürdigen Stadttheater Olten.

Werdegang
Aufgewachsen in Olten als Kind musikalischer Eltern in entsprechend musischer Familie und mit musischem Umfeld, auf beiden Stadtseiten gewohnt, immer mit Kultur verbunden.
Nach Jahren des christkatholischen Kirchentheaterspiels und sogar einem Auftritt am Bastianspiel erhielt er mit zehn Jahren die erste Rolle in der «Dramatischen Gesellschaft Olten» mit der für Herbert lebensprägenden Figur Hans Hohler als Theatervater.

Stadttheater-Intendant: Traumjob (nicht Schoggijob)
Für Schibler gibt es dafür 3 Gründe:
1.    Der persönliche Kontakt mit Publikum im Tagungs- und Kulturbereich. Es gibt wenig Probleme in diesem Bereich, und eine tolle Crew fähiger Teamplayer, die diese auch immer lösen. Auch herrschte hier nie der wirtschaftliche Druck wie in anderen Branchen.
2.    Der direkte Kontakt mit Wirtschaft, Politik und Stakeholdern. Dies sei auch ausschlaggebend für seine Mitgliedschaft bei Gewerbe Olten. Obwohl er als Kulturschaffender ein Exot im Verband sei, sei das Stadttheater ein Wirtschaftsplayer in Olten und die Beziehung zum lokalen Gewerbe ein wichtiger Erfolgsfaktor. Auch habe er sich immer sehr wohl gefühlt und spüre die wohlwollende Akzeptanz für das Stadttheater. Gewerbe Olten sei typisches Abbild der Gesellschaft. Die Art von Kultur, die das Stadttheater bietet, interessiere nur rund 4 Prozent der Bevölkerung. Das Bewusstsein aber für die kulturelle Grundversorgung sei im Gesamtverband und der ganzen Stadt spürbar. So stehe auch die Oltner Politik voll hinter ihm und dem Stadttheater, trotz Budgetproblemen.
3.    Die inspirierenden und unvergesslichen Begegnungen mit Künstlern und Tagungsgästen. Einen Christoph Blocher an der Oltner Bastiansfeier der Stadtschützen live zu erleben, auf dem Tisch stehend, das «Heideröschen» singend und bis zuletzt ausharrend, habe ihm klargemacht, warum der Volkstribun soviel Erfolg habe. Beeindruckend dessen Charisma.
Zweimal habe er die Gelegenheit genutzt, am CVP-Fraktionsausflug des Bundeshauses, mit Doris Leuthard zu sprechen und ihre unglaubliche Ausstrahlung zu erleben, ihr Durchsetzungsvermögen zu spüren. «Attraktive Frauen machen das Leben schön,» so sein Fazit zur Begegnung. Auch mit Philippo Lombardi über Ambri Piotta zu sprechen war ein grosses Vergnügen. Oder mit Regula Ryz an der Delegiertenversammlung der Grünen. Diese Begegnung habe er mit der Einladung zu einem Konzert im Stadttheater weitergeführt. Oder dann Brady Dougan, Ex-CEO Credit Suisse, mit einem komplett anderen Lebens- und Wirkungs-Fokus, einer anderen Flughöhe. Der ticke ganz anders.

Sein Credo bei all diesen Begegnungen: Der Gastgeber vor Ort!
Und bald sei Zeit der Wachtablösung mit der Hoffnung, dass Gewerbe Olten der neuen Person, die im März gewählt wird, ebenso viel Zuspruch und Akzeptanz entgegen bringen wird. Er sei freiwillig gegangen und zitiert dazu Wolfdietrich Schnurre: «Lieben heisst loslassen können.»
Herbert Schibler wird die neue Stadttheater-Leitung noch bis und mit Saison 2020 begleiten.

Es folgen ein paar Highlights:

«Canadian Brass» – die weltweit bekannteste Brass Band der Welt – spielt schweizweit nur im KKL, weil schlicht zu teuer für die Provinz. Gestern aber spielten sie in Olten; «Dealmaker» Schibler sei Dank!

«Mnozil Brass», die durchgeknallten Österreicher, auch überall auf der Welt anzutreffen; ebenso ausverkauft bereits zweimal in Olten. Als Herbert sie vor kurzem an einem Auftritt in der Pause im Backstage-Bereich besuchte, wurde er so begrüsst: «No Herbert, da bist du ja endlich. Trink ma a Bier zusammen?» Solch ein Backstage-Bereich müsste auch eingeführt werden im Stadttheater Olten.

In der Klavierszene gibt es zwei heisseste Tipps:
Katja Buniatishvili, eine Weltstar-Pianistin, die auch sensationell aussieht und im Stadttheater spielte, sowie Yuja Wang, die Herbert in Wien getroffen hat. Ihr Konzert war restlos ausverkauft. Da begegnete er per Zufall einen Freund auf der Strasse vor seinem Hotel und erzählte davon. Dieser erwiederte: «Ach wir machen gerade ein neues Projekt mit ihr. Ein Privatkonzert mit den Wiener Sängerknaben und TV-Aufnahmen vom ORF für 30 Personen.» Traumjob zum Vierten.

Zum Schluss die Anekdoten:
Sol Gabetta, schlicht DIE Cellistin der Welt, fühlt sich mit Olten verbunden: Sie gastierte schon 4 mal hier, lange vor ihrer Krönung zum Superstar. Angesprochen auf den Besuch des Konzert erwiederte ein geschätztes Mitglied von Gewerbe Olten überzeugt: «Nein, nein, ich gehe lieber ins KKL, weil da gibt sie sich viel mehr Mühe.» Sol Gabetta empfand die Akkustik des Stadttheaters als ebenbürtig zur Zürcher Tonhalle, die vom gleichen Architekt errichtet wurde.
Zitat einer weiteren grossen Oltner Wirtschaftspersönlichkeit: «Gäu und Olten sind gut zum Geschäften. Aber Kultur geniesst man auswärts.»

«Aber Eishockey geniesst man auch im Kleinholz», so Schibler. Sein Statement: «Treu sein zu Olten, weil die Qualität stimmt. Ich kaufe bei Oltner Detailhandel und Gewerbe ein.»

Und zum Schluss zitiert er Alex Capus: «Zürich ist nichts anderes als 30 Mal Olten»

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