Willkommen bei Gewerbe Olten

Ein kurzweiliger Anlass mit pointierten Aussagen

Fr 24.02.2017 11:33
Autor: Wolfgang Niklaus

Gewerbe Olten lud am 20. Februar ins «Magazin» zu «Politik bei Bier & Brezel» – und mehr als 70 Interessierte wollten wissen, welche Standpunkte die zehn Kandidierenden für den Oltner Stadtrat vertreten und welches ihre Affinität zum Gewerbe in der Stadt ist.

Jeweils vier Minuten Zeit hatten die Kandidierenden, um im Rahmen einer verbalen «Carte blanche» ihre Wünsche, Ziele und mitunter auch Visionen für Olten an den Mann und die Frau zu bringen. Dabei gabs durchaus Überraschendes und Pointiertes zu hören. So war etwa von Oltens Baudirektor Thomas Marbet (SP) zu vernehmen, dass er sich kostenloses WLAN in der Innenstadt wünscht und ebenso bis in vier Jahren eine Chefbeamtin in der Verwaltung. Monique Rudolf von Rohr (FDP) setzt auf noch mehr «Oltner Spirit» und Selbstbewusstsein in einer Stadt, die sich nicht zu verstecken brauche. Die Lebensqualität in einer Stadt wird ihrer Ansicht nach daran gemessen, wie sie die mit den jungen und den ganz alten Menschen umgeht.

Demgegenüber zweifelt der wilde FDP-Kandidat, Thomas Rauch, das Verhandlungsgeschick der aktuellen Stadtregierung an und betonte seine diesbezügliche Erfahrung und sein Know-how nach 25 Jahren in der Privatwirtschaft. Er werde im Falle einer Wahl ein Gestalter sein, so Rauch. In die gleiche Kerbe hieb Beatrice Schaffner (GLP). Ihre beiden vordringlichsten Anliegen sind ein Parkleitsystem für die Innenstadt sowie eine Langsamverkehrsachse durch den Winkel. Das bedinge professionell geführte Gespräche mit Investoren. Vor allem für eine verbesserte Jugendarbeit und ganz allgemein für ein «vielfältiges und lebendiges Olten» einsetzen will sich Simon Gomm von der Jungen SP. Er hielt fest, dass attraktive Rahmenbedingungen viel mehr seien als bloss ein tiefer Steuerfuss – zum Beispiel ein für alle zugänglicher öffentlicher Raum

Marion Rauber wünscht sich ebenso ein Parkleitsystem, am besten gleich in Form einer App und eine bessere Verbindung der beiden Stadtseiten. Darüber hinaus will auch die SP-Kandidatin sich für ein buntes und belebtes Olten einsetzen – und für eine transparente und ehrliche Politik. Stadträtin Iris Schelbert (Grüne) stellte ihre Verdienste und die des ganzen Stadtrates in den Mittelpunkt ihres Referates. «Die Arbeit gefällt mir und ich denke, dass wir vieles richtig gemacht haben», sagte sie. Im persönlichen Gespräch lasse sich (fast) alles regeln. Demgegenüber hielt SVP-Frau Ursula Rüegg fest, dass sie auf keinerlei Verdienste in Olten verweisen könne – umso mehr aber auf ihr Schaffen in Oftringen. Sprich: Auf die Halbierung der Sozialkosten in dieser Gemeinde unter ihrer Führung. In Olten, so Rüegg, seien diese Kosten im gleichen Zeitraum um 42 Prozent angestiegen.

Stadtpräsident Martin Wey (CVP) propagierte ein Parkhaus beim Rötzmatt-Tunnel und gab gerne zu, dass er noch immer von einem Parkhaus auf dem Munzingerplatz träumt. Und ja: Hauslieferdienste, sogenannte Collectors, wie es sie im Raum Solothurn bereits gibt, fände er auch in Olten wünschenswert. Nicht überraschend würde sich Benvenuto Savoldelli im Falle einer Wiederwahl weiterhin für gesunde Finanzen einsetzen. Er gab zudem bekannt, dass das Jahr 2016 «besser als budgetiert» abschliessen werde. Sein Ziel: Oltens Schulden bis in vier Jahren auf 70 Millionen Franken reduzieren. Mit der Schulraumplanung, dem wegweisenden Projekt Sälipark 2020 und dem neuen Bahnhofplatz stünden wichtige Projekte an, so der Freisinnige.

Nachdem Deny Sonderegger, Vorstandsmitglied von Gewerbe Olten, der souverän durch den Abend führte, auch noch dem Publikum Gelegenheit gab, Fragen zu stellen, ging das Debattieren nach knapp zwei Stunden beim von Gewerbe Olten offerierten Apéro munter und nicht minder lustvoll weiter – eben: bei Bier und Brezel.

Zentrales Projekt für die Stadt

Mi 01.02.2017 11:21
Autor: Wolfgang Niklaus

Zwei Dutzend Mitglieder von Gewerbe Olten fanden sich am 25. Januar zum Gewerbezmorge im Restaurant Aarepark der SBB ein. Sie hörten Interessantes über die SBB ganz allgemein und speziell zum geplanten neuen Bahnhofplatz.

Bekannt ist Christian Ginsig vielen als Gründer der Facebook-Gruppe Olten. Die Teilnehmer des Gewerbezmorge im Restaurant Aarepark begrüsste er in seiner Funktion als stv. Leiter Medienstelle der SBB und lud erfreulicherweise sämtliche Erschienenen namens der SBB zum Zmorge ein.

 


Die Zuhörer erfuhren von Ginsig, dass die SBB mitten im Wandel steckt vom bisherigen Eisenbahnunternehmen, welches von A nach B fährt und transportiert, hin zum «just in time»-Anlieferer. «Dies geschieht nicht zuletzt der gestiegenen Anforderungen des Gewerbes wegen», betonte Ginsig. Bereits heute wird jedes zweite Billett via Mobile gekauft – so entsteht am Schalter Platz für Geschäftszweige wie beispielsweise den Ticketverkauf für Events.
Eindrücklich auch diese Zahl: Nicht weniger als 2800 Jobs bieten die SBB aktuell in Olten an.

 

Zum neuen Bahnhofplatz Olten als zentrales Projekt der Oltner Stadtentwicklung äusserte sich der verantwortliche Key Account Manager, Lukas Henggeler. Die SBB würden sich selbstverständlich finanziell daran beteiligen, versicherte er. Aus seinem Mund zu vernehmen war auch, dass ein Teil der neuen Parkplätze unterirdisch geplant ist. Und dass über den Zugängen, als gestaltendes Element, neue Dächer vorgesehen sind. «Von schlicht bis schwebend ist hier noch alles möglich», sagte Henggeler. Keine Frage aber: Der «Knoten Olten» mit seinen täglich rund 80'000 Reisenden ist und bleibt für die SBB ein wichtiger Umsteigebahnhof. Ganz im Gegensatz zum Bahnhof Olten Hammer, welchem Henggeler auf eine entsprechende Frage hin eine verkehrstechnisch absolut untergeordnete Bedeutung beschied. Falls alle notwendigen politischen Entscheide plangemäss gefällt werden, soll der neue Bahnhofplatz bis 2023 fertiggestellt sein.

Das nächste Gewerbezmorge findet am 22. März statt.

 

Jahresstart-Apéro: Ein äusserst engagierter Verband

Mi 25.01.2017 16:05
Autor: Wolfgang Niklaus

Ein Weltrekordversuch mit Büchern, Schaufenster voller Gurken und nicht zuletzt das Wiederaufleben einer Gewerbeausstellung im Rahmen der MIO: Gewerbe Olten hat sich für 2017 viel vorgenommen. Am 20. Februar prüft der Verband die Kandidierenden für den Oltner Stadtrat auf Herz und Nieren und deren Gewerbefreundlichkeit.

Rund 50 Mitglieder fanden sich zum Jahresstart-Apéro von Gewerbe Olten am Montagabend im Parlamentssaal des Oltner Stadthauses ein. Was sie in lockerem Ambiente zu hören kriegten, war vielversprechend: Der Verband hat sich für 2017 einiges vorgenommen, wie aus den Erläuterungen von Co-Präsidentin Daniela Gaiotto hervorging.

Einige Beispiele: Im Mai, zu Ehren der 30. Oltner Kabarett-Tage, sollen möglichst viele Schaufenster in der Stadt das Ereignis aufnehmen und mit Plakaten und Gurkengläsern Werbung für den Anlass, letztlich aber auch für die Stadt selber und das Gewerbe machen. Aus den Reihen des Vorstandes kam die Idee, das ab 19. Oktober stattfindende Buchfestival mit einem veritablen Weltkordversuch – einer von einer Stadtseite zur anderen reichenden Bücherschlange – zu bewerben. Aufhorchen lässt auch das Vorhaben, Ende September in die MIO eine Gewerbeausstellung zu integrieren. Auf eine solche Ausstellung wartet die Stadt seit Jahren. Details will Gewerbe Olten zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

 

Unbedingt vormerken sollte man sich auch den nächsten Termin von Gewerbe Olten: Am Montag, 20. Februar, lädt der Verband zum Hearing der Stadtrats-Kandidierenden ins «Magazin». Es versteht sich von selbst, dass die Kandidierenden dann vor allem auch auf ihre Gewerbefreundlichkeit hin durchleuchtet werden. Der bestimmt spannende Anlass beginnt um 19 Uhr.

Auf Feedback angewiesen
Daniela Gaiotto betonte in ihrem Referat, dass nicht zuletzt die Basisarbeit im Vorstand gross geschrieben werde. Sprich: Der persönliche Kontakt zu den einzelnen Mitgliedern. Verständlich, dass sie sogleich um etwas Zeit für dieses ambitiöse Ziel bat.

Der Verband, so Gaiotto, wolle seinen Mitgliedern einiges bieten, habe aber auch gewisse Erwartungen: «Es wäre schön, wenn sich möglichst viele aktiv einbringen würden.» Man sei auf Rückmeldungen der einzelnen Mitglieder angewiesen.

In der Folge ging sie auf die an der Klausurtagung jüngst abgesegnete Organisation des Vorstandes mit Ressortverantwortlichkeiten ein. Für den aus Zeitgründen ausscheidenden Andreas Lerch sucht man im Vorstand gleich zwei neue Mitglieder.

Martin Wey: «Gewerbe hat viel Potenzial»
Stadtpräsident Martin Wey als Gastredner betonte die Wichtigkeit der regelmässigen Round-Table-Treffen zwischen ihm und der Spitze von Gewerbe Olten. Auch er ging, aus Sicht der Stadt, auf einige Meilensteine dieses Jahres ein. So auf das Projekt Sälipark 2020, welches heuer «zum Fliegen» kommen müsse. Es handle sich dabei auch für das Oltner Gewerbe um ein Projekt von entscheidender Bedeutung, unterstrich Wey. In den nächsten Wochen will der Stadtrat die eingegangenen Einsprachen behandeln.

Ebenso wichtig sei Olten SüdWest. Es ist bekannt: Das Quartier soll farbiger, bunter, ja ganz einfach durchmischter werden. Wey: «Wir möchten, dass in der Stadt eine emotionale Bindung zum Quartier entsteht.» Der Stadtpräsident betonte auch, dass man in der Exekutive bezüglich Winkel nicht ratlos sei. Bloss: In der Frage, in welche Richtung man gehen wolle, sei im wahrsten Sinne des Wortes guter Rat teuer.

Der Themen für die Stadtoberen sind viele: Schulraumplanung, das Haus der Museen oder der neue Bahnhofplatz. Was Martin Wey sehr gerne bekräftigte: «Die Stadt hat viel Potenzial – nicht zuletzt dank den engagierten Gewerbetreibenden.»

Beim anschliessenden leckeren Apéro, serviert durch das Restaurant Aarhof, konnten viele der zuvor angesprochenen Themen vertieft werden.
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