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Mystery Shopper geben Oltner Gewerbe ein «Gut, aber ...»

Do 20.09.2018 10:03
Autor: Wolfgang Niklaus

Der 7. Detaillisten- und Gastrozirkel von Gewerbe Olten zeigte Chancen und Möglichkeiten des Einkaufs vor Ort auf. Die Mystery Shopper erteilten den getesteten Läden und Gastrobetrieben unter dem Strich gute Noten. Aber Luft nach oben, dies wurde vor knapp 40 Interessierten klar, gibts immer. Ganz konkret gefragt sind aktuell innovative Ideen für die Adventszeit. Olten soll dann als veritable Weihnachtsstadt wahrgenommen werden.

Ralph Hubacher, der den Detaillisten- und Gastrozirkel am 12. September im EventCenter des «Astoria» moderierte, hatte im Sommer drei Testpersonen ausgesandt, um Läden und neu auch die Gastroszene in Olten als Mystery Shopper, inkognito also, einen Besuch abstatten zu lassen. Mit Einkaufsgutschein und Fragebogen unterwegs waren eine 30-jährige Oltnerin, ein Pensionär sowie eine Familie aus dem Aargau.

 

Getestet wurde beispielsweise die Präsentation der Schaufenster. Fazit der Testkäufer: durchschnittlich. «Das ist nicht gut genug», sagte dazu Hubacher. Im Fokus waren aber auch die Begrüssung der Kundschaft, deren Verabschiedung oder ganz generell die Qualität der Beratung. Erfreulich, dass die Atmosphäre sämtlicher Shops als «freundlich und einladend» wahrgenommen wurde. Während die Begrüssung entweder als gut oder schlecht taxiert wurde, Grautöne gabs hier also keine, erhielten die Getesteten für die Beratung die Note «gut» – und von Ralph Hubacher im Rahmen des Zirkels ein Kompliment. Im Gastrobereich gabs, wenig überraschend, ebenfalls unterschiedliche Rückmeldungen, sowohl punkto Geschmack der Gerichte als auch bezüglich deren Präsentation. Erstaunlich aber schon, dass beim Geschmack nicht ein einziges «sehr gut» vorzuweisen ist.

 

Hubachers Fazit der Aktion? «Ein bisschen mehr Mut ist möglich!» Die Schaufenster, so der Tipp des Marketingfachmanns, sollten stets so attraktiv sein, dass Betrachter und potenzielle Gäste zumindest stehen blieben. Oder besser noch: Versucht seien, das Geschäft zu betreten. Generell sei in Olten alles ein wenig auf Vier-Sterne-Niveau. Das sei keineswegs schlecht, im Gegenteil. Und doch stelle sich die Frage: Reicht das? Hubachers Antwort überraschte nicht: «Eher nicht! Es müssten alle bestrebt sein, in ihrem Bereich einen Fünf-Sterne-Service anzubieten.» Jeder Einzelne solle sich fragen, in welchen Bereichen er und sein Team einen Fünf-Sterne-Service effektiv leben könnte. Wenn dies gelinge, seien die Kundinnen und Kunden nicht nur zufrieden – «sondern wirklich begeistert».

Viele und vielfältige Aktivitäten geplant

Hans Ruedi Kern, Vorstandsmitglied von Gewerbe Olten, hatte schon zuvor die knapp 40 Interessierten mit engagierten Worten zum Detaillisten- und Gastrozirkel begrüsst. Er sprach davon, dass er als Geschäftsführer von Coop City Olten seine Kundinnen und Kunden konsequent als Gäste betrachte und sie auch so behandle. Schliesslich seien sie seine wichtigsten Partner. Die Chance des Detailhandels, so Kern, sei die Beziehung, sei das Einkaufserlebnis vor Ort. «Es ist ein Unterschied, ob ich als Gast den Kaschmirpulli fühle und anprobiere oder bloss im Netz sein Bild. Vor Ort ist es uns möglich, die fünf Sinne anzusprechen.» Diesen Vorteil gelte es, mittels Beratungskompetenz zu nutzen.

 

Dominik Maegli und Reto Spiegel, auch sie Vorstandsmitglieder von Gewerbe Olten, gingen konkret auf die geplanten Aktivitäten des Gewerbes in der Adventszeit ein. Ihr Credo: «Wir wollen als Weihnachtsstadt wahrgenommen werden, als Stadt also, in welcher im Dezember die Post abgeht.» Umgesetzt werden soll dies mittels Adventskalender, der mit jedem Türchen zu einem oder mehreren Aktivitäten eines Verkaufs- oder Gastrobetriebes lade.

 

Vonnöten, so Maegli, sei der Einmannbetrieb ebenso wie das Coop City. «Die Gesamtheit unserer Angebote macht es aus.» Reto Spiegel präsentierte das noch provisorische Bespielungskonzept der Innenstadt während der Adventszeit. Der Verband könne hier «nur» Plattform sein für das Gewerbe, welches schon selber aktiv werden müsse. Er kündigte an, dass Gewerbe Olten noch diesen Monat eine Onlineumfrage lancieren werde mit der Bitte, dass alle ihre Events mitsamt Wunschdatum eingeben.

Der Wirtschaftsförderer ist sensibilisiert

Der ebenfalls anwesende regionale Wirtschaftsförderer Rolf Schmid gratulierte dem Verband zum Mut, sich den Spiegel vorzuhalten und das eigene Schaffen zu hinterfragen. Der Detailhandel, so Schmid, sei wichtig für Olten. Angesprochen auf die aktuell leider mit schöner Regelmässigkeit publizierten Meldungen über die Schliessung von Läden in der Innenstadt, versprach Schmid, dass er sich dieser Problematik bewusst sei und sich gemeinsam mit Gewerbe Olten darum kümmern werde. Wunder vollbringen könne auch er nicht, aber es gelte, die Leute mit ins Boot zu nehmen, die sich in der Stadt engagierten, um mit aller Kraft eine Negativspirale zu verhindern. Die Stadt werde sicherlich helfen, wenn man mit Lösungsvorschlägen auf sie zugehe, aber sie werde die Probleme nicht alleine lösen können. Rolf Schmid pathetisch: «Wenn jemand die Kraft hat, in Olten etwas zu bewegen, dann sind Sie es, die Unternehmer!»

Nach dem offiziellen Teil des Detaillisten- und Gastrozirkels blieb Zeit, das Gesehene und Besprochene bei einem leckeren Apéro im «Astoria» zu vertiefen.

 

SRF Regionaljournal mit einem sehr ausführlichen und kompetenten Bericht über unseren Gewerbe Olten Detaillistenzirkel und die Situation in Olten. Ein grosses Dankeschön!

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