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Die Weltwirtschaft brummt und brummt und brummt

Di 29.08.2017 08:30
Autor: Wolfgang Niklaus

UBS-Chefökonom Daniel Kalt zu Gast am Gewerbezmorge von Gewerbe Olten

Rund 50 Interessierte fanden sich am 23. August im Restaurant «Magazin» zum Gewerbezmorge von Gewerbe Olten ein, zu welchem die UBS nicht nur den Referenten in der Person ihres Chefökonomen, Dr. Daniel Kalt, stellte. Sie übernahm freundlicherweise auch gleich die Kosten des Anlasses. Der bekannte Gastreferent hielt denn auch, was Stefan Roth, Leiter der UBS Olten, eingangs versprach: Er werde das aktuelle Wirtschaftsgeschehen und selbst komplexe Zusammenhänge in klaren und einfachen Worten analysieren.

 

Fazit seines Vortrags: Die Entwicklung an den weltweiten Aktienmärkten zeigt in den letzten eineinhalb Jahren fast nur nach oben – erst recht nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Der US-Dollar schwächelt, während der Euro, wie von den UBS-Ökonomen prognostiziert, durchstartete. Die Wirtschaft und mit ihr die Unternehmensgewinne legen weltweit unvermindert zu. So befindet sich auch der US-Aktienmarkt im achten aufeinanderfolgenden Jahr im Aufwärtstrend. Laut Daniel Kalt spricht vieles dafür, dass diese Werte zumindest auch im kommenden Halbjahr weiter nach oben gehen. Es sei denn natürlich, ein «black swan», ein unvorhersehbares Ereignis mit erheblicher Auswirkung, würde all diese Prognosen über den Haufen werfen.

 

Was die Zinsen betrifft, so sind diese in Schweizer Franken unverändert negativ, mit entsprechend schädlichen Nebenwirkungen. Das Szenario «Zinsnormalisierung» ist zumindest in den USA angelaufen und ist auch in Europa das Ziel. «Allerdings stehen wir hier frühestens 2019 bei null!», dämpfte der UBS-Chefökonom zu hohe Erwartungen.

Der (zu) starke Schweizer Franken hat die SNB stark intervenieren lassen, im Umfang von bis zu 3 bis 4 Milliarden Franken – pro Woche! Als Folge dieser Massnahmen beläuft sich die SNB-Bilanz mittlerweile auf fast 120 Prozent des BIP.

 

Daniel Kalt stellte sich hernach den Fragen aus dem Publikum – und beantwortete auch kritische Fragen wie jene nach den explodierenden Gehältern der Stars auf dem grünen Rasen oder zu hohen Boni in Chefetagen souverän. Reichlich Gesprächsstoff also, um nach Kalts Referat auf einen Kaffee im «Magazin» zu verweilen oder weiter zu frühstücken.

Das nächste Gewerbezmorge findet am 15. November statt.

 

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