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Ein Blick hinter die Kulissen der Gassenschau

Fr 08.06.2018 10:11
Autor: Wolfgang Niklaus

Mehr als vierzig Interessierte liessen sich am 6. Juni am Gewerbe-Zmorge von Catherine Bloch, Medienverantwortliche bei Karl’s kühne Gassenschau, hinter die Kulissen der Show «Sektor 1» entführen.

Seit 13 Jahren arbeitet Catherine Bloch für Karl’s kühne Gassenschau. Die Oltnerin war massgeblich daran beteiligt gewesen, dass die Truppe mit «Silo 8» vor zehn Jahren ein erstes Mal in der Stadt Halt machte. Mit «Sektor 1» gastiert man nun bereits mit der dritten Show in Olten SüdWest. Am Gewerbe-Zmorge von Gewerbe Olten am 6. Juni im Bloomell coffeehouse gewährte sie spannende Einblicke in Entstehung und Schaffen der schweizweit bekannten Gassenschau. Einige Zahlen dazu: Über die ganze Saison gesehen sind jeweils rund hundert Leute im Einsatz. Die Techniker vorwiegend in den Herbst- und Wintermonaten, eine kleinere Gruppe mit den zehn Schauspielern, vier Musikern, Helfern für Einlass und Kasse dann während der bis zu 120 Aufführungen pro Saison, also von Mai bis September. All dies bei einem Projektbudget von 6 Millionen Franken, welches, wie sie betonte, «bis auf den letzten Franken eigenfinanziert ist». 


Viele Helferinnen und Helfer früherer Shows aus der Region stellten sich auf Anfrage auch 2018 wieder zur Verfügung, was den verschworenen Geist der Gruppe unterstreichen mag. «Neu in diesem Jahr waren die Nachbarn», sagte Bloch mit Blick auf das mittlerweile bewohnte Quartier. Mit einem Apéro speziell für die Nachbarn und einer eigens eingerichteten Nachbarschafts-Website ging man auf deren Bedürfnisse so gut wie nur möglich ein. Catherine Bloch ist überzeugt: «Die meisten freuen sich, dass wir wieder zurück sind.» Die Gassenschau sei während der Saison ein echter Bestandteil der Stadt, wohnen doch auch die allermeisten Darsteller in Olten. Neckisch, dass jede und jeder von ihnen auch einen Job vor Ort hat: Vorplatz reinigen, für den Kafi-Nachschub oder allgemein für die Einkäufe besorgt sein oder die Verwaltung der Programmhefte.

 

«Ein Stück von Karl’s kühne Gassenschau ist wie guter Wein: Je länger wir es aufführen, desto besser wird es», sagte sie. So seien Stuntszenen oder die Pyroshow seit der Erstaufführung von «Sektor 1» mehrfach überarbeitet worden. Laut Bloch zeigt man in Olten deshalb quasi die dritte Version der Show. Dass es sich dabei um eine Win-Win-Situation für Gassenschau und Stadt Olten handelt, dürfte von Seiten der Stadt oder von Olten Tourismus allein schon angesichts der 1'400 Besucherinnen und Besucher, die fünfmal die Woche Olten beehren, niemand bestreiten.

Markus Wyss von der Firma Alpiq InTec Schweiz AG war der glückliche Gewinner einer Schätzfrage, die Catherine Bloch den Anwesenden am Ende ihrer informativen Ausführungen stellte. Die Frage, wieviele farbige Glühbirnen den Weg auf dem Gelände bis hin zum Zuschauerraum schmücken, beantwortete Wyss am genauesten: Er lag nur um deren drei neben der richtigen Lösung von 1424 Lämpchen. Sein Einsatz hat sich gelohnt: Er kriegt eine Backstageführung für vier Personen geschenkt, natürlich inklusive reservierte Sitzplätze und Nachtessen.

Apropos Essen: Das Frühstück im Bloomell coffeehouse in Olten SüdWest war vorzüglich. Und so blieb den Gewerbetreibenden nach dem Referat von Catherine Bloch noch Zeit, um den Austausch untereinander zu pflegen.

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